Demnach kommen die Personal-Service-Agenturen (PSA) besonders schlecht weg, die einst als Herzstück der Reformen galten. „Der Einsatz in einer PSA verlängert im Vergleich zur Kontrollgruppe die durchschnittliche Arbeitslosigkeit um fast einen Monat, gleichzeitig liegen die monatlichen Kosten weit über den ansonsten entstandenen Transferleistungen“, heißt es im Untersuchungsbericht. Unter dem Strich verursache jeder Arbeitslose, der an eine PSA überwiesen wird, pro Monat Mehrkosten in Höhe von 5700 Euro. So, wie die PSA derzeit aufgestellt sind, seien sie „weder effektiv noch effizient“ und „noch immer ein teures Instrument“, zitiert die Zeitung aus dem Bericht. Für die meisten Bausteine von Hartz I bis III konnten die Forscher keine Verbesserung der Qualität und Schnelligkeit der Arbeitsvermittlung nachweisen. Dass die Reformen die Arbeitslosigkeit der Betroffenen verkürzt hätte, sei erst recht nicht erkennbar. So seien zum Beispiel die Vermittlungsgutscheine „kein geeignetes Instrument, um eine Integration in den Arbeitsmarkt zu befördern“. Der Vermittlungsgutschein ermöglicht es Arbeitslosen, die Dienstleistungen privater Arbeitsvermittler in Anspruch zu nehmen. Auch die erleichterte befristete Einstellung älterer Arbeitnehmer sei wirkungslos verpufft. Die Einführung der Mini-Jobs habe zwar für einen Boom der geringfügigen Beschäftigung gesorgt, doch die Arbeitslosen hätten davon nicht profitiert. Besser fällt das Urteil für die Existenzgründer-Förderung aus. Vor allem das Überbrückungsgeld, aber auch die Ich-AG „erweisen sich als erfolgreiche Instrumente der Arbeitsmarktpolitik“, schreiben die Forscher.