Karl-Heinz Schröter ist noch etwas mehr als 14 Tage Innenminister. Auf den ersten Blick ist es deswegen albern, wenn die Härtefallkommission des Landes Brandenburg erklärt, nun die Zusammenarbeit mit dem SPD-Politiker auszusetzen. Viele Gelegenheiten dazu hätte es ohnehin nicht mehr gegeben.

Und doch ist es wichtig und richtig, dass sich die Kommissionsmitglieder noch einmal zu Wort melden. Denn unabhängig davon, dass es selbstverständlich das gute Recht jedes Ministers ist, einem Ersuchen der Härtefallkommission nicht zu folgen: Es bleibt das gute Recht der Kommission und jedes Petenten, dass der Minister zumindest seine Ablehnung ausführlich begründet. Denn alles Regierungshandeln muss verständlich und nachvollziehbar bleiben, das gilt nicht nur für den Umgang mit der Härtefallkommission, sondern grundsätzlich für alle Vorgänge, bei denen es ein Bürger mit dem Staat zu tun hat.

Karl-Heinz Schröter ist als Minister immer den direkten Weg gegangen, und oft auch mit dem Kopf durch die Wand. Manchmal war das durchaus sinnvoll – aber manchmal eben auch nicht, Stichwort Kreisgebietsreform. Und auch bei der Härtefallkommission wäre es vielleicht besser gewesen, Schröter wäre etwas weniger preußischer Landrat und Reserveoffizier und etwas mehr Diplomat gewesen.