Die Abenteuer der wilden Jugend holen den Menschen später im Leben ein. Wer in seinen späten Vierzigern steckt, spürt es früh nach dem Aufstehen mehr als deutlich: das Fußballspielen, die viele Sonne, die Drogen – ja, auch Kippen und Bier –, sie haben Spuren hinterlassen.

Wer seine Jugend zudem noch mit lauter Musik oder Konzerten verbracht hat, wird daran womöglich mit einem sanften Pfeifen erinnert. Doch wo körperlicher Schaden, da ist auch Trost. Dieser kommt in Form einer Studie aus den USA. Wer in seinen jungen Jahren Heavy-Metal-Fan war – wer also die Haare lang trug, laute Gitarren im Duett mit wilden Brüllereien als schön empfand und wild mit dem Kopf nickend tanzte – der ist heute ein glücklicher Mensch.

Heavy-Metal-Veteranen leben gerne vegan, gehen auf Kreuzfahrt, sind verheiratet, haben Kinder, Haus und Familienkutsche. Kein Wunder, dass VW die Metal-Fans als Werbeträger entdeckt hat und mit vier von ihnen eine Golf-Werbung bestreitet. Der Gag: Die beiden Metaller vorne stoßen beim wilden Kopfnicken zusammen und werden ohnmächtig. Der Golf hält von selbst an und keinem passiert was. Wie im richtigen Leben.