In knapp zwei Monaten soll der BER eröffnet werden. Der aktuelle Probebetrieb zeigt, was klappt und was nicht. Über allem schwebt das Damoklesschwert der Finanzierung: Auf 250 bis 300 Millionen Euro wird der zusätzliche Bedarf beziffert.
Doch das betrifft „nur“ den Flughafen an sich. Soll er sein Potenzial als Jobmotor jenseits von Pandemie-Zeiten auch für die Lausitz voll ausschöpfen können, so muss die Infrastruktur dringend ausgebaut werden. Aus Cottbuser und Lausitzer Sicht betrifft das die Zugverbindung ebenso wie die Autobahn, deren sechsspuriger Ausbau im Bundesverkehrswegeplan zwar schon verankert ist, aber auch nicht auf die lange Bank geschoben werden sollte.

BER-Eröffnung: Lausitz braucht bessere Flughafen-Anbindung

Denn so, wie Arbeitsplätze in Südbrandenburg mit dem Ende der Kohleförderung wegfallen, so werden sie im boomenden Berliner Umland auch gebraucht.
Es wäre also schön, wenn der BER wie jetzt geplant am 31. Oktober ans Netz geht. Doch dieser Meilenstein sollte keine Pause zum Ausruhen und Luftholen sein. Die Zeit drängt, ihn mit der südlichen Lausitz noch besser zu verbinden, um die aktuelle Großchance zur Entwicklung auch für die weiter entfernte Region zu nutzen.
Die angedachte Verlängerung der RB 22 von Königs Wusterhausen nach Lübben mit Umstieg nach Cottbus könnte ein wichtiger Schritt dafür sein, sollte aber nicht der einzige bleiben.
Flughafen Berlin-Brandenburg BER-Probebetrieb mit echtem Bombenalarm

Schönefeld