Eine nach dem Rücktritt am Dienstag eingerichtete Facebook-Seite mit dem Titel “Wir wollen Guttenberg zurück„ fand bis zum frühen Mittwochnachmittag 352 566 Unterstützer. Auf der Seite finden sich Einträge wie “Wenn nicht Guttenberg, wer dann?„, “Klasse Kerl, hat sich für uns Soldaten eingesetzt wo er nur konnte„ und “Komm wieder, und werde Kanzler„. Zudem rufen Guttenberg-Anhänger am Wochenende zur Teilnahme an Sympathie-Kundgebungen für den CSU-Politiker auf.

Die Doktoranden-Initiative, die mit einem offenen Brief an Kanzlerin Angela Merkel zur Plagiatsaffäre Karl-Theodor zu Guttenbergs für Aufsehen gesorgt hatte, hat sich enttäuscht von der Rücktrittsrede des Verteidigungsministers gezeigt. “In der Rede hat er sich erneut kaum mit seinem eigenen Fehlverhalten beschäftigt, das sich nicht in der massiven Täuschung in seiner Dissertation erschöpft, sondern auch seinen Umgang mit ihr umfasst„, so die Initiative am Mittwoch. “Unser Anliegen hat sich mit dem Rücktritt des Bundesministers der Verteidigung nicht erledigt.„ Merkel solle aufhören, die schwerwiegenden Täuschungen und den Umgang mit ihnen zu verharmlosen, forderten sie.