Die Chance, die der Digitalpakt Schule bietet, muss genutzt werden, um das deutsche Schulsystem auch im internationalen Vergleich zu stärken.

In der jüngsten Pisa-Studie ist Deutschland wieder abgesackt und liegt hinter chinesischen Großstädten wie Peking und Schanghai, hinter Kanada, Singapur und Polen. Mit dem Digitalpakt Schule stehen in Deutschland nun rund fünf Milliarden Euro zur Verfügung, um bessere Rahmenbedingungen für das Lernen zu schaffen.

Denn in einer Zeit, in der Jungen und Mädchen schon im Kindergarten mit Smartphones hantieren, ist Wissensvermittlung per Kreidetafel einfach veraltet. Und wenn der schon in der Antike bekannte Spruch: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“, gilt, müssen die Kinder und Jugendlichen fit gemacht werden für ein Leben in einer digitalen und globalen Arbeitswelt.

Das reicht vom Ingenieur, der am autonomen Fahren arbeitet, bis zum Lagerist, der Warenbestände in Datenbanken einpflegt. Wenn die jetzigen Schüler erwachsen sind, brauchen sie umfassende digitale Kompetenzen.

Mit diesen Kompetenzen ist nicht hyperaktive Umgang mit Youtube oder Instagram gemeint, sondern die Fähigkeit, das digitale Know-how an Universitäten, in der Berufsausbildung und später am Arbeitsplatz zu beherrschen – auch um sich die eigene Zukunft im Wettbewerb mit Altersgenossen aus China oder Kanada zu sichern.

Bisher bot das vom Föderalismus geplagte deutsche Schulsystem da einen Flickenteppich an Bildungschancen. Mit dem Digitalpakt besteht nun die Chance, gemeinsam auf einen höheren Standard zu kommen. Wichtig ist, dass nun tatsächlich alle mitziehen – von den Lehrern über die Schulträger und das Land bis zum Bund.