Die Werteunion möchte die Urwahl, der Bundestags-Fraktionschef sagt: AKK wird Kanzlerkandidatin und der Bierdeckel-Merz hält die Debatte für „irre“. Bisheriges Debatten-Ergebnis: Schon jetzt kann sich kaum jemand vorstellen, dass AKK, also Annegret Kramp-Karrenbauer, Kanzlerin wird. Immer lauter wird die Frage, ob die Saarländerin die Richtige an der Spitze des Landes wäre. Das ist Demontage.

Richtig fragwürdig sind aber die Methoden, mit denen sich Kramp-Karrenbauer und die CDU gegen den Verfall der Wählergunst stemmen. Statt über die eigenen Fehler nachzudenken, nehmen sie sich die Grünen vor. Die Vorsitzende warnt vor linken Bündnissen und CDU-Generalsekretär Ziemiak hält eine Zusammenarbeit mit den Grünen für unmöglich, weil die über Enteignungen nachdenken.

Und mit wem will die CDU künftig koalieren? Eine neue Groko will niemand und sie würde ohnehin am Schrumpfen der Beteiligten scheitern. Die Parteienlandschaft verändert ihren Charakter. Bei der CDU will man das nicht wahrhaben. Dort gibt es eben doch ein „Weiter so“. Das wird sich rächen. politik@lr-online.de