Zugleich stellte er sich gestern hinter Bahnchef Hartmut Mehdorn, dessen Rücktritt unmittelbar zuvor von Verkehrspolitikern des Bundestages verlangt worden war. Die Bahn sei mit Mehdorn "auf einem wirklich guten Gleis", sagte Schröder. "Sie wird zum ersten Mal seit Jahrzehnten in diesem Jahr einen achtbaren Gewinn erwirtschaften." Den Börsengang des Unternehmens erwartet er nun "in einem zeitlichen Korridor zwischen 2006 und 2008".
Der auch von den Verkehrspolitikern verlangte Aufschub über den Sommer 2006 hinaus, dem Mehdorn lange widersprochen hatte, ermögliche die wirtschaftliche Gesundung und werde "ein Erfolg", betonte der Kanzler. Mehdorn bekräftigte die Ziele der Unternehmenssanierung und des Börsengangs.
Ein Sprecher der Bahn lehnte Forderungen der Grünen nach Rücknahme der geplanten Ticket-Verteuerungen ab. Die Bahn hatte mit dem Fahrplanwechsel zum 12. Dezember Preiserhöhungen um 3,1 Prozent im Fernverkehr und um bis zu 3,9 Prozent im Nahverkehr angekündigt. (dpa/roe)