Es ist ein Buch, das mir helfen wird, den harten Alltag zu meistern. „Unser Haushalt“ aus dem Jahre 1964. Sie denken jetzt: Ist aber schon ein bisschen alt, oder? Naja, die eine oder andere Passage ist in der Tat nur noch von historischem Wert. Aber es gibt auch eine Reihe zeitloser Tipps. „Wer hat nicht schon bei Bekannten in einem bequemen Sessel an einem viel zu niedrigen Tisch gesessen und sich krampfhaft bemühen müssen, das Abendbrot möglichst manierlich einzunehmen?“ Ja. Kenn ich. Und werde es bei nächster Gelegenheit meinem alternden Freund, der sich noch immer wie ein Student fühlt, mitteilen: „Am Besten eignen sich Halbsessel mit der Sitzhöhe von ungefähr 42 Zentimeter und einer nicht zu großen Neigung der Rückenlehne.“

Sehr gut ist der Rat zum Hausputz. Ich will es nicht heraufbeschwören, aber es könnte ja sein, dass meine Frau auf die seltsame Idee kommt, mir einen Fensterlappen in die Hand zu drücken. Dann weiß ich, was ich sagen muss: „Wichtiger als blank geputzte Fensterscheiben sind gemeinsame schöne Erlebnisse mit dem Ehegatten. Guck, steht hier: Seite 199.“