Das ist das Ergebnis einer Umfrage der "Dresdner Neuesten Nachrichten" (gestrige Ausgabe). Von den mehr als 500 Befragten seien 59 Prozent für den sofortigen Abgang. Im Mai waren es noch 35 Prozent.
Der Umfrage zufolge sind 24 Prozent der Dresdner der Auffassung, Roßberg solle seinen Stuhl erst bei einer Verurteilung räumen. Im Mai waren noch 49 Prozent dieser Meinung. Lediglich sechs Prozent seien dafür, dass Roßberg im Amt bleibe.
Auch das Vertrauen der Dresdner in den Oberbürgermeister nimmt weiter ab. Vier Prozent glauben, dass er sich korrekt verhalten habe. Im Mai waren es noch neun Prozent. 77 Prozent der Befragten sind hingegen der Meinung, Roßberg habe Fehler begangen.
Roßberg steht seit dem 6. Juni wegen Beihilfe zum Bankrott sowie Untreue und Vorteilsnahme vor Gericht. Er wird verdächtigt, seinem Vertrauten, dem ehemaligen Fluthilfekoordinator Rainer Sehm, dabei geholfen zu haben, Vermögen an Gläubigern vorbei in die eigene Tasche zu wirtschaften. Die Staatsanwaltschaft wirft Sehm vorsätzlichen Bankrott sowie Bestechlichkeit vor. Während das Stadtoberhaupt in der Verhandlung alle Vorwürfe zurückwies, räumte Sehm einige der Anschuldigungen ein. (ddp/dpa/mb)