Ab dem späten Sonntagabend drohen nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes (DWD) starke bis schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde über die Lausitz hinweg zu ziehen. Gebietsweise kann es sogar Orkanböen bis 120 km/h geben.

„Eberhard“ erinnere an das Sturmtief „Friederike“, das im Januar 2018 in der Region schwere Schäden angerichtet hatte. Das Tief sei etwa gleich stark, habe eine ähnliche Ausdehnung und Zugbahn, sagte DWD-Meteorologe Thomas Hain. Bereits am Samstag hatte der DWD Unwetterwarnungen wegen des Sturmtiefs „Dragi“ herausgegeben. Dieses hatte am Samstagabend örtlich begrenzt für heftige Gewitter gesorgt, was für die Jahreszeit laut Hain eher ungewöhnlich ist.

Wind knickt die Wasserturmspitze in Finsterwalde ab

Starke Winde in der vergangenen Woche haben Spuren am höchsten Gebäude der Stadt Finsterwalde hinterlassen. Am Samstag ist die Wasserturmspitze dann komplett abgebrochen und hing gefährlich herunter.

Sturmböe erfasst Pkw - Frau stirbt

Zu einem tragischen Verkehrsunfall ist es am Samstag, 9. März, kurz nach 12 Uhr auf der Landesstraße 63 im Abschnitt zwischen der Kreuzung der B 169 in Richtung Schraden/Frauwalde gekommen. Eine 48-jährige Frau aus dem Elbe-Elster-Kreis hat diesen Unfall nicht überlebt. Nach ersten Erkenntnissen wurde ihr Auto von einer starken Sturmböe erfasst. Sie verlor in der Folge die Gewalt über ihr Fahrzeug, kam nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum am Straßenrand.

Bahn stellt Fernverkehr vorübergehend ein

Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr Richtung Nordrhein-Westfalen aufgrund mehrerer gesperrter Strecken vorübergehend eingestellt. Weiterhin wird auf mögliche Beeinträchtigungen im Regionalverkehr auf www.bahn.de hingewiesen.

Bildergalerie Orkan Friederike hinterlässt Spuren in der Lausitz