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Mehr Verkehrstote in Brandenburg

Ein Kreuz zum Gedenken an einen Verkehrstoten. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv
Ein Kreuz zum Gedenken an einen Verkehrstoten. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv
Potsdam/Dresden. Auf Brandenburgs Straßen sterben wieder mehr Menschen. Das geht aus der Unfallstatistik der Polizei hervor. Demnach hat es im ersten Halbjahr landesweit 14 Verkehrstote mehr gegeben als im gleichen Vorjahreszeitraum mit 54. Das gab Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke bekannt. Bodo Baumert

Am Montag kamen zwei weitere hinzu - bei Lkw-Unfällen auf der A13. Kurz hintereinander starben ein 59-jähriger Ungar, der in seinem Lkw nach einem Auffahrunfall bei Freiwalde verbrannte, und ein 51-jähriger Lkw-Fahrer aus Sachsen-Anhalt. Er starb ebenfalls nach einem Auffahrunfall - auf der A13 bei Duben. Die Polizei hat die Identität der beiden Verstorbenen am Dienstag bestätigt.

Eine direkte Erklärung für die neue Häufung von Verkehrstoten gibt es nicht. Die Zahl der Unfälle insgesamt ist gleich geblieben. Verletzte wurden sogar weniger registriert.

In Sachsen ist der Trend umgekehrt. Hier ist die Zahl der Unfalltoten für den Zeitraum Januar bis Mai auf 40 gesunken. Im Vorjahreszeitraum waren es fünf mehr. Die Gesamtzahl der Unfälle im Freistaat ist hingegen leicht gestiegen.

Dass Unfallzahlen zum Teil deutlich schwanken können, belegt der Blick in die Brandenburger Statistik. Im Vorjahr gab es einen deutlichen Rückgang der Verkehrstoten in der Mark - um mehr als 30 Prozent. 2015 hatte es mit 179 Toten noch eine Höchstmarke der vergangenen Jahre gegeben.

Damals wie heute ließ Mörke die Kontrollen ausweiten. Rund fünf Prozent mehr waren es bisher in diesem Jahr. Auffällig dabei: Die Polizei erwischt deutlich mehr Autofahrer mit Alkohol oder Drogen am Steuer.