Einen entsprechenden Bericht der "Welt am Sonntag" bestätigte eine Sprecherin des Justizministeriums am Sonntag in Berlin.

Geschiedene Frauen können damit rechnen, mehr und länger Unterhalt von ihrem Ex-Mann zu bekommen, wenn sie lange verheiratet waren. Mit dem geplanten Gesetzentwurf erfolge eine Nachjustierung der Reform des Unterhaltsrechts von 2008, sagte die Ministeriumssprecherin. Die Rechtsexpertin der Unionsfraktion, Ute Granold (CDU), betonte: "Wir wollen, dass Ehefrauen, die vor langer Zeit geheiratet haben, im Fall einer Scheidung nicht ins Bodenlose fallen."

Mit der Neuregelung vor fünf Jahren war die "nacheheliche Solidarität" auf ein Minimum beschränkt worden. Damit sollte die frühere Praxis nach dem Motto "einmal Chefarztgattin, immer Chefarztgattin" beendet werden, nach der ein Mann oft bis ans Lebensende zahlen musste.