"Wir brauchen etwas, das über die Rechte von drei fraktionslosen Abgeordneten hinaus geht", sagte Vida. Im Januar soll es dazu eine Anhörung im Hauptausschuss geben.

Einen Versuch des CDU-Abgeordneten Jan Redmann, die Debatte über den Status der Fraktionslosen mit der vom Regierungslager angedachten Verfassungsänderung zur Schaffung eines zweiten Landtagsvizepräsidenten zu verknüpfen, wies der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Thomas Domres, indes zurück. "Einen Zusammenhang kann ich da nicht erkennen", so Domres. Über den Landtagsvizepräsidenten soll erst beraten werden, wenn der Landtag in der kommenden Woche in erster Lesung über den entsprechenden Antrag des Regierungslagers debattiert hat. Dagegen erklärte Domres, seine Fraktion sei bereit, über eine Ausweitung der Redezeit und das Recht der Freien Wähler, Anträge zu stellen, zu debattieren.

Derzeit haben die drei Abgeordneten der Freien Wähler lediglich die Möglichkeit, sich für acht Minuten pro Plenartag an der Parlamentsdebatte zu beteiligen. Die zu einer Fraktion gehörenden Redner können dagegen etwa bei einer Regierungserklärung bis zu 30 Minuten reden.