Seit Februar waren in Guben fünf und in Forst drei zusätzliche Fußstreifen der Bereitschaftspolizei im Einsatz, um die Sicherheitslage in den Grenzorten zu verbessern. Künftig werden in beiden Städten im Spree-Neiße-Kreis nur noch jeweils zwei Streifen durch Bereitschaftspolizisten besetzt, und das auch nur, wenn die Beamten nicht anderen Ortes dringender gebraucht würden. Dafür sollen die örtlichen Revierpolizisten verstärkt im Streifendienst arbeiten. Das kündigte Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke am Mittwoch in Cottbus an. Beide Polizeireviere seien mit sieben beziehungsweise acht Beamten ausreichend ausgestattet. "Unsere zusätzlichen Maßnahmen waren erfolgreich, die Situation wird aber unter ständiger Beobachtung bleiben", kündigte Mörke an.

Laut Polizeipräsident sind in Guben und Forst die festgestellten Straftaten um mehr als zehn Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote auf mehr als 50 Prozent. Nach einer schweren Raubserie im Februar in Guben war nicht nur die Intensität der Fußstreifen in der Grenzregion verstärkt worden. Auch die Stadtverwaltungen von Guben und Forst haben zusammen mit Polizei, Bürgern und Unternehmern eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehören eine bessere Straßenbeleuchtung an bestimmten Orten, Fahrradcodierungen und Aufklärungsarbeit in Wohngebieten. In Forst bleibt die Bekämpfung von Drogenkriminalität Schwerpunkt. Die meisten Delikte betreffen inzwischen die synthetische Droge Crystal.

Lausitz Seite 2