Nötig seien Respekt, Multilateralismus und eine Stärkung der EU.

Die Fraktionsvorsitzenden von Linken und Grünen, Sahra Wagenknecht und Anton Hofreiter, warfen Merkel vor, trotz aller Verwerfungen in der Welt an ihrem "Weiter-so"-Kurs festzuhalten. Die Bundesregierung müsse die Lebensbedürfnisse der Menschen endlich wichtiger nehmen als Wunschlisten von Wirtschaftslobbyisten, sagte Wagenknecht. "Nehmen Sie das endlich ernst, wenn Sie nicht dafür verantwortlich sein wollen, irgendwann einem deutschen Donald Trump den Weg ins Kanzleramt geebnet zu haben." Hofreiter forderte ein Bündnis gegen Demagogen. "Wir müssen uns gemeinsam den Demagogen, den Nationalisten und den Autoritären entgegenstellen." Merkel setzte dem das Versprechen entgegen, sich um geordnete Verhältnisse zu bemühen. "Viele Menschen machen sich in diesen Tagen Sorge um die Stabilität unserer gewohnten Ordnung." Meinungsbildung erfolge grundsätzlich anders.

Indes hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann für dessen Absage an einen Verzicht auf Bonuszahlungen seines früheren Arbeitgebers kritisiert. Die Erklärung, man könne mit Rücksicht auf andere Manager nicht auf die Auszahlung der auf Eis gelegten Boni verzichten, sei eher etwas für den Karneval, sagte Schäuble in Berlin.

Ausführlich Seite 10