Durchschnittlich 72 Kinder täglich nähmen an den freiwilligen Kursen in Deutsch, Kunst, Musik und Sachkunde teil. Die Schulpflicht beginnt erst, wenn die Kinder die Erstaufnahme verlassen haben und in den Kommunen des Landes leben.

Für schulpflichtige Flüchtlingskinder können Schulen in Brandenburg eine Wochenstunde pro Kind etwa für Deutschunterricht anmelden. An vielen Schulen würden die Kinder dafür in größeren Gruppen zusammengefasst, so Baaske. Dafür hat das Bildungsministerium 124 zusätzliche Lehrerstellen vorgesehen.

Jedes Jahr werden mehr als 50 Lehrer dazu ausgebildet, Deutsch als Zweitsprache zu unterrichten. Außerdem lernen sie, nicht alphabetisierte Kinder zu unterrichten und Traumata, wie sie etwa bei Bürgerkriegsflüchtlingen vorkommen, zu erkennen. Für das neue Schuljahr geht das Ministerium von 2000 bis 3000 Flüchtlingskindern an Brandenburgs Schulen aus. Genauere Zahlen soll eine Umfrage Anfang September erbringen.