Neben einem stufenlosen Einstieg, der Rollstuhlfahrern ermöglichen soll, selbstständig an Bord zu kommen, und mehr Platz für Gepäck soll der neue Zug Deutsche-Bahn-Reisenden noch weiteren Komfort bieten: ein Bordbistro, WLan, ein Kleinkind- und Familienbereich mit Spielecke und tagesabhängige Beleuchtungsvarianten.

Gebaut werden die neuen Züge, von denen die Bahn 23 bestellt hat, vom spanischen Hersteller Talgo. Das Unternehmen konnte sich in einem europäischen Vergabeverfahren durchsetzen. 550 Millionen Euro investiert die Deutsche Bahn in den Flottenzuwachs.

Ab 2023 sollen sollen die Züge, die die alten Intercity-1-Züge erstezen werden, dann auf der Strecke Berlin-Amsterdam eingesetzt werden. Nicht nur mehr Komfort, sondern auch schnelleres Reisen verspricht die Bahn ihren Kunden mit dem neuen ECx: Eine halbe Stunde schneller und damit nur noch 5:50 Minuten unterwegs soll der Zug sein. Auch auf touristischen Strecken Richtung Nordsee und Alpen, genauer nach Westerland (Sylt) und Oberstdorf, sollen die neuen Züge verkehren.

Da teilweise in Leichtbauweise hergestellt, sollen die neuen ECx-Züge auch energieeffizienter sei und beschäftigt aktuell mehr als 2000 Mitarbeiter. Seit 1994 ist Talgo mit einem Instandhaltungswerk auch in Deutschland, in Berlin, ansässig. Damit ist Talgo in 40 Ländern vertreten. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Hochgeschwindigkeitszüge, die bis zu 300 Stundenkilometer fahren. Auch die Strecke Moskau-Berlin wird, im Auftrag der Russischen Bahn, von einem Talgo-Zug gefahren.