Unter den Landkreisen hat laut der umfangreichen Analyse Dahme-Spreewald mit 5544 Euro pro Kopf – nach Abzug von Ausgaben für Wohnen, Energie, Versicherungen etc. – die Nase vorn. Es folgen Cottbus (5376 Euro), Spree-Neiße (5213), Oberspreewald-Lausitz (5176) und Elbe-Elster mit 5101 Euro.

Neben der Kaufkraftentwicklung haben IHK und Handelsverband Berlin-Brandenburg (HBB) auch aktuelle Zahlen und Fakten zu Kaufkraftkennziffern oder sortimentsspezifischen Verkaufsflächen zusammengetragen. Aus Sicht von HBB-Landeschef Nils Busch-Petersen gehöre der Atlas in jedes Rathaus und diene als detaillierte Entscheidungshilfe für Neuansiedlungen.

Nach der Analyse für die Landkreise der Region und 16 ausgewählte Städte und Gemeinden werden noch immer zu viele Handelseinrichtungen auf der „grünen Wiese“ genehmigt. „Dabei müssen die Innenstädte gestärkt werden“, sagt IHK-Expertin Katrin Erb.

Der Ansiedlungsdruck sei zwar ungebrochen. Es gehe aber darum, weiter der Tendenz entgegenzuwirken, dass die Städte ausbluten. „Die in Kommunen vorliegenden Einzelhandelskonzepte müssen auch in Planungsrecht umgelegt werden“, fordert Katrin Erb, die für den neuen Handelsatlas verantwortlich zeichnet. Wirtschaft Seite 9