In Brandenburg und Sachsen hat sich 2015 die Zahl der Minderjährigen erhöht, die wegen eines akuten Alkoholrausches ins Krankenhaus kamen. Das geht aus Zahlen der Landesämter für Statistik hervor. Wie die Krankenkasse DAK mit Bezug auf das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte, landeten im vorigen Jahr 341 Kinder und Jugendliche in Brandenburg mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus, sieben Prozent mehr als ein Jahr davor. Rückläufig war jedoch dabei der Anteil der ganz jungen Trinker bis 14 Jahre.

Im Freistaat war dieser negative Trend 2015 für alle Minderjährigen zu verzeichnen. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes Sachsen kamen 2015 sowohl in der Altersgruppe bis 15 Jahre, als auch bei den 15- bis 17-Jährigen rund 20 Prozent mehr Volltrunkene in sächsische Kliniken als ein Jahr davor. Insgesamt waren es 800 Minderjährige, die 2015 ihren Alkoholexzess nur mit ärztlicher Hilfe überstanden.

Seit der Jahrtausendwende hatte das jugendliche Komasaufen bundesweit von Jahr zu Jahr zugenommen. 2013 gab es dann einen deutlichen Rückgang der Zahlen. In Brandenburg war 2014 ein Rückgang jugendlicher Alkoholpatienten in den Kliniken registriert worden. Die jüngsten Zahlen entsprechen nun wieder dem Niveau davor.

Die Krankenkasse DAK kündigte an, ihre Kampagne "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" in Brandenburg fortzusetzen. Schüler werden dabei aufgerufen, kreative Plakate gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Seit 2010 beteiligten sich 80 000 Jugendliche daran.