Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat den Gemeinsinn der Sachsen und den wirtschaftlichen Aufschwung im Freistaat gelobt. Das größte Vermögen der Sachsen sei ihr starker Zusammenhalt, sagte Tillich laut seiner am Freitag in Dresden vorab verbreiteten Neujahrsansprache.

Mit Blick auf 2012 erklärte er: „Was mir wegen unserer Kinder und Enkel besonders wichtig ist: Wir investieren in die Zukunft, ohne dafür Schulden zu machen.“

Tillich stellt wie im Vorjahr, dass Sachsen mittlerweile die niedrigste Arbeitslosenquote seit 1991 hat. „Besonders freut mich: Immer mehr ältere Arbeitsuchende finden neue Arbeit.“ 2011 seien es fast 40 000 gewesen. Zudem sei die Abwanderung spürbar zurückgegangen. Denn immer seltener müssten Jugendliche weggehen, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Immer mehr Pendler kämen zudem zurück. „Das alles sind gute Zeichen für die wirtschaftliche Stärke unseres Landes“, lobte Tillich. Und der Regierungschef dankte den vielen Menschen, die sich ehrenamtlich um andere kümmerten. Das mache Sachsen zu einer guten Heimat. „Das ist Sachsen.“

Der Ministerpräsident sparte auch das Thema nicht aus, das Sachsen seit einigen Wochen besonders bewegt: Die Morde der Neonazis, die jahrelang in Zwickau unentdeckt gelebt hatten. „Die Existenz einer rechtsterroristischen Zelle und die Brutalität, mit der diese geraubt und gemordet hat, macht uns alle wütend“, sagte Tillich.

Er appellierte, im Kampf gegen den Rechtsextremismus nicht nachzulassen. „Sachsen ist weiß und grün“, sagte der Regierungschef in Anspielung auf die Landesfarben. „Die braunen Schatten müssen ganz verschwinden.“ Die Neujahrsansprache des Ministerpräsidenten wird am 1. Januar um 19.25 Uhr im MDR-Fernsehen übertragen.