Das seien 489 eingetragene Lebenspartnerschaften mehr als 2015. Zur bevorstehenden Demonstration zum Christopher-Street-Day (CSD) am Samstag in Dresden betonten mehrere Politiker, dass es in Sachsen noch immer viele Berührungsängste und Vorurteile gebe.

Buddeberg zufolge lassen sich nicht nur in Städten, sondern auch in Landkreisen mehr gleichgeschlechtliche Paare ihre Beziehung vom Staat besiegeln. Diese Realität sollten die Bundes- und die Landesregierung endlich anerkennen. "Homosexuelle sollten genauso Kinder adoptieren können und nicht schlechtergestellt sein als verschiedengeschlechtliche Paare."

Die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag, Iris Raether-Lordieck erklärte am Donnerstag, dass unterschiedliche Lebensentwürfe auch in Sachsen längst zur Lebensrealität gehörten. "Auf der anderen Seite haben nichtheterosexuelle Menschen in vielen Lebensbereichen mit Vorurteilen zu kämpfen." Laut Sachsen-Monitor seien 32 Prozent der Einwohner der Auffassung, dass eine sexuelle Beziehung zwischen Menschen desselben Geschlechts unnatürlich sei.