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Mehr Hilfe für pathologische Glücksspieler

6400 Brandenburger haben ein schwieriges Verhältnis zum Glücksspiel.
6400 Brandenburger haben ein schwieriges Verhältnis zum Glücksspiel. FOTO: dpa
Potsdam. Für pathologische Glücksspieler soll es in Brandenburg künftig mehr Hilfe geben. Im Interesse der Betroffenen sei ein Arbeitskreis pathologisches Glücksspiel geplant, kündigte die Geschäftsführerin der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen, Andrea Hardeling an. dpa/uf

Angebote zu Prävention, Jugendschutz, Beratung und Behandlungsmöglichkeiten sollen dabei vernetzt werden. Gestern tagte das Plenum der Landessuchtkonferenz in Potsdam.

Nach Schätzungen der Landesstelle haben etwa 7200 Brandenburger ein problematisches Verhältnis zum Glücksspiel, rund 6400 ein pathologisches. Die Betroffenen nehmen die negativen Folgen ihrer Sucht in Kauf, wie Verlust des Arbeitsplatzes und der Familie sowie zunehmende Schulden, sagte Hardeling. Es sei für Spielsüchtige immer noch schwierig, selbst ihrer Sucht einen Riegel vorzuschieben. In staatlichen Spielbanken könnten sie sich sperren lassen. Das gelte bundesweit. "In Spielhallen gibt es diese Möglichkeit jedoch nicht", kritisierte Hardeling.