Brandenburg hat seine Filmförderung in diesem Jahr um eine halbe Million Euro auf 7,5 Millionen Euro und für das kommende Jahr auf acht Millionen Euro erhöht. Das hat Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) am Montag bei einem Besuch am Drehort in Babelsberg verkündet. Berlin hatte kürzlich ebenfalls eine Erhöhung der Förderung um 1,5 Millionen Euro verkündet.

Die Mitteldeutsche Medienförderung, über die auch Sachsen Geld gibt, hat Ende Juli vier Millionen Euro für Filmproduktionen freigegeben, darunter "A Cure for Wellness", ein Psychothriller von Regisseur Gore Verbinski, der in Kürze in Babelsberg und anderen Orten der Region gedreht wird.

"Film und Fernsehen schaffen Arbeitsplätze und präsentieren unser Land in der Welt", erklärt Woidke. So hat beispielsweise der Oscar für "Grand Budapest Hotel" der Stadt Görlitz internationales Ansehen verschafft. Mit mehreren Interessenten gebe es derzeit Gespräche, darunter auch weitere Hollywood-Produktionen, sagt Livia Kaiser, Film-Projektmanagerin der Europastadt Görlitz/Zgorzelec.

Am ehemaligen Tagebau bei Lichterfeld wurde kürzlich der Western "Brimstone" für das US-Fernsehen gedreht. In Berlin und am Flughafen Leipzig/Halle läuft der Dreh für "Captain America".

Ohne Fördergeld ist so etwas aber kaum möglich. "Wir haben immer wieder erlebt, dass Projekte abwandern", warnt Babelsbergs Filmstudio-Chef Carl Woebcken. Woidke fordert deshalb auch vom Bund mehr Fördergeld für den Film. Das war zuletzt aber gekürzt worden.

Kommentar: Großes Kino mit großen Scheinen