Dazu gehören Informationen zum Sprachunterricht in Schulen und Kitas, die Entwicklung von Online-Angeboten in niedersorbischer Sprache und die Ausbildung von Sprachlehrern. "Niedersorbisch ist laut Unesco eine der am stärksten bedrohten Sprachen Europas", sagte Münch zur Begründung. Mit einem Landespreis soll besonderes Engagement für die Sprache der Minderheit ausgezeichnet werden.

Die Sorben und Wenden siedeln bereits seit 1500 Jahren in der Lausitz. 29 Städte und Gemeinden gehören bereits zum anerkannten Siedlungsgebiet, dort ist Niedersorbisch auch Amtssprache.

Seit 2015 wird der Rat für Angelegenheiten der Sorben und Wenden beim Brandenburger Landtag direkt gewählt. Eine direkte Vertretung der Sorben im Parlament, wie bei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein, kann sich Münch auch vorstellen. "Die Initiative dazu müsse aber von den Sorben und Wenden kommen", betonte die Ministerin.