Grund sei die durch Zuzüge gestiegene Zahl der katholischen Christen im Land: Während im Jahr 2010 noch 77 000 der damals 2,5 Millionen Brandenburger der katholischen Kirche angehörten, waren 2014 rund 80 000 der 2,45 Millionen Brandenburger Katholiken.

Nach dem Gespräch unterzeichneten die Bischöfe das von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ins Leben gerufene "Bündnis für Brandenburg", das die Flüchtlingsinitiativen des Landes vernetzen soll. Kritik übten beide Bischöfe an der im Landtag vertretenen rechtsnationalen Alternative für Deutschland. Ipolt warf der Partei "Blauäugigkeit" vor, wenn sie populistisch von christlich-abendländischen Werten spreche.

Weitere Themen des Gesprächs waren nach Angaben der Beteiligten die Ladenöffnungszeiten und die Finanzierung des katholischen Religionsunterrichts im Land. "Sozialministerin Diana Golze (Linke) hat berichtet, dass wir bei den Ladenöffnungszeiten nicht vom Status quo abweichen wollen", sagte Woidke.