Ich fühle mich in die düstere Zeit der an ihrer eigenen Unfähigkeit versunkenen DDR erinnert. Der Staatssicherheitstrakt des Genossen Erich Mielke war ein Staat im Staate. Auch ich wurde seinerzeit systematisch bespitzelt und überwacht, weil ich öffentlich gesagt habe, was ich denke. Auch heute wird das wieder so sein, nur in einer ganz anderen Art und Weise: viel professioneller, viel perfekter! Aber das wird mich nicht davon abhalten mich zu äußern, wenn in diesem, unserem neuen Staat, Missstände anzuprangern sind. Und davon gibt es leider mehr als genug! (. . .)

Steiniger Weg zu arabischer Demokratie

Peter Fuchs aus Hörsching schreibt zu kriegerischen Auseinander setzungen in der arabischen Welt:

Seit Jahren ist der Weg in die arabische Demokratie ein sehr steiniger, er fordert bereits Abertausende Opfer. Gerade in diesem Augenblick bietet sich die Möglichkeit zu zeigen, dass wir demokratiewillige Menschen nicht alleine lassen. Erinnern wir uns, welch schmerzvolle Momente Demokratien in unserer Region bis zu ihrer Entstehung, oder auch zur Wiedergeburt, überstehen mussten. Unterdrückte Menschen haben das Recht, auf dem Weg in ihre Freiheit unterstützt zu werden. Dennoch stellt sich aber wieder einmal die Frage, gibt es ihn, den gerechten Krieg? Viele behaupten, dass der Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist. Es ist erschreckend, mit welcher Unbedenklichkeit versucht wird, an der eigenen Macht festzuhalten. Menschenleben spielen dabei selten eine wesentliche Rolle. (. . .)

Mehr Dezentralisierung und Eigenverantwortung

Rasmus Ph. Helt aus Hamburg schreibt zu "Lokal geht es besser" (RUNDSCHAU vom 5. Juli):

Die Philosophie von Sozialdezernent Hermann Kostrewa führt in die richtige Richtung. Denn Dienstleistungen wie die Jobvermittlung lassen sich immer am besten lokal erbringen. Da sich jemand aus dem fernen Nürnberg bei der Bundesagentur für Arbeit nur schwer in die Köpfe der betroffenen Personen vor Ort hineinversetzen kann. Weswegen man viel mehr auf Dezentralisierung und Eigenverantwortung nach skandinavischem Vorbild setzen sollte und Brandenburg gut daran tut, eine andere Mittelverteilung seitens des Bundes einzufordern!

Mitten ins Zentrum der Mittelschicht

Joachim von der Heyde aus Cottbus schreibt zur "Alternative für Deutschland":

Die AFD ist indes tief eingebrochen ins Zentrum einer wissenschaftlich-medialen Elite des Landes. Die Sprengkraft kommt nicht von den Rändern, sondern aus einer intellektuellen Mittelschicht. Jene Leistungsträger, die am sensibelsten wahrnehmen, wie die politische Klasse lautlos die Ersparnisse für die heute geborenen Kinder verfrühstückt, mit den Altersrücklagen der Bürger Zocker-Banken rettet und durch Niedrigzinsen fleißige Sparer enteignet, um sich ungebremst verschulden zu können. Mit der Vergemeinschaftung der europäischen Schulden steht die nationalstaatliche Souveränität Deutschlands zur Disposition. (. . .)