Die Menschen, darunter viele alte Leute, kommen in die Klosterkirche und harren im Gebet aus. "Wir spüren und sehen in den Gesichtern der Menschen die große Angst und Verunsicherung", sagte die Sprecherin.
Die Klosterkirche steht allen für Gebete und Messen offen. Im Vorjahr kamen über 30 000 Besucher in die historische Stätte. Seit rund drei Jahren leben wieder Zisterzienserinnen im Kloster. Sechs Gebete bestimmen den Tagesablauf der Nonnen zwischen 5.30 Uhr und 20.00 Uhr. "Dazwischen bleiben etwa sechs Stunden Zeit für Arbeit und Gespräche mit Besuchern."
Das historische Zisterzienserinnenkloster wurde 1229 bei Schloss Mansfeld errichtet und 1548 aufgelöst. 1994 erwarb die katholische Kirche das 14 Hektar große Areal von der Treuhand und begann mit dem Wiederaufbau. Weltbekannt wurde das Kloster durch die Nonnen Mechthild von Magdeburg (1207/10-1282/94), Mechthild von Hakeborn (1241-1299) und Gertrud die Große von Helfta (1256-1302). Sie begründeten die Frauenmystik als Form der Religiosität. (dpa/ta)