Gleichzeitig sei jedoch die Zahl der Inlandstouristen bei einem mageren Plus von 0,8 Prozent fast gleich geblieben. "Damit war Sachsen bei den Zuwächsen aus dem Inland wie schon 2007 nur Schlusslicht", sagte TMGS-Geschäftsführer Hans-Jürgen Goller. Das vergangene Jahr sei mit den sechs Millionen Gästeankünften zwar das zweitbeste, es bleibe aber erneut hinter dem Rekordergebnis von 2006 zurück. "Das Ergebnis kommt nicht wirklich überraschend", sagte Goller. "Dass Sachsen im Inlandstourismus aus demografischen Gründen an seine Wachstumsgrenzen stoßen wird, war absehbar." Weiterer Grund für die Stagnation im Inlandstourismus sei der geringere Anteil an Geschäftsreisenden. Dafür habe der Anteil ausländischer Gäste mit 10,5 Prozent "erstmals die Zehn-Prozent-Schallmauer geknackt". Sie kämen vor allem aus den Niederlanden, Belgien, Großbritannien und den USA, aus Russland, Polen und Tschechien. Dieser Zuwachs sei auch in den Regionen angekommen und nicht nur in den großen Städten. Die Touristen bleiben im Durchschnitt zweieinhalb Nächte in Sachsen - die Zahl der Übernachtungen lag bei knapp 16,2 Millionen. Ermittelt hat die Zahlen das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Der schneereiche Winter hat den sächsischen Touristikern bereits einen positiven Trend beschert. "Die Mittelgebirgsregionen konnten in den ersten beiden Monaten deutlich mehr Gäste begrüßen als voriges Jahr", so Goller. Dennoch sei eine Prognose für 2009 schwierig. Die Vorausbuchungen für den Sommer lägen deutlich unter dem Vorjahr. Firmenpleiten und Entlassungen würden nicht ohne Folgen bleiben, zumal Sachsen eher als Kurzreiseziel gelte. Man erwarte ein "extremes Spätbuchungs-Verhalten", so Goller. Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin vom 11. bis 15. März werde sich der Freistaat vor allem als "Kunsthalle Sachsen" präsentieren und als Deutschlands Kulturreise-Destination Nummer eins in Szene setzen. Sven Heitkamp