Doch, wenn es ernsthaft und konkret wird, bleibt nicht einmal das B vom geforderten Plan übrig. Weil Strukturwandel, der ohnehin schon im Gange ist, nicht verordnet werden kann. Gut gemeinte Millionen-Förderungen laufen Gefahr, schnell zu verpuffen, wenn . . . Ja, wenn die Inhalte nicht klar sind. Was soll parallel zur auslaufenden Kohleverstromung in 20, 30 oder 40 Jahren passieren? Welche Infrastruktur braucht es, um Wirtschaftskerne aufzuwerten? Welche Anreize können ein Andocken an die bestehenden Cluster Elektrotechnik, Kunststoff/Chemie und Metall befördern? Neue Industrien anzusiedeln, ist ungleich komplizierter, als vorhandene Potenziale auszubauen. Wenn Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber nach dem ersten Abtasten am Mittwoch mit regionalen Spitzenvertretern in Cottbus Kurs hält, kann aus dem weiteren Strukturwandel endlich mehr als eine Worthülse werden.

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