"Wir sind sehr zufrieden mit diesem Zwischenstand", sagte die sächsische GEW-Vorsitzende Sabine Gerold dem Blatt. Die Namen aller betroffenen Schulen will die GEW erst am Montag bekanntgeben. Ein regionaler Schwerpunkt wird laut GEW der frühere Regierungsbezirk Leipzig sein. Dort wollen sich mehr als 200 Schulen am Streik beteiligen. Aber auch in Dresden wollen Lehrer von mindestens 42 Schulen am Dienstag und teilweise am Mittwoch zumindest zeitweise die Arbeit niederlegen. Mit den Warnstreiks sowie einer Großdemonstration am Mittwoch in Dresden wollen Sachsens Lehrer ihrer Forderung nach acht Prozent mehr Lohn Nachdruck verleihen. Eine zweite Tarif-Verhandlungsrunde für die Landesbeschäftigten, darunter rund 35 000 Lehrer, war Ende Januar ergebnislos zu Ende gegangen. Kultusminister Roland Wöller (CDU) wies erneut daraufhin, dass der Streik nicht automatisch Unterrichtsausfall bedeute. "Je nachdem, wie viele Lehrer einer Schule sich am Streik beteiligen, findet Unterricht oder eine Betreuung statt", so Wöller. Der Streik sei "kein Freifahrtschein zum Schuleschwänzen".