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| 02:39 Uhr

Mega-Drogenlager auf dem Bauernhof

Bad Belzig. Durch Zufall sind Polizei und Zoll in Brandenburg auf einen der größten Drogenfunde seit Langem gestoßen. Ein Bauer, der "nur" wegen Zigarettenschmuggel und Dieselbetrug im Verdacht stand, hortete offenbar illegale Drogen in einer Menge, die niemand für möglich gehalten hätte. Bodo Baumert und Christian Taubert

Rund 110 Kilogramm Drogen von Marihuana über Kokain bis Amphetamin mit einem Straßenverkaufswert von rund 1,5 Millionen Euro - solche Mengen stellt der Zoll sonst in einem Jahr als Gesamtausbeute in Brandenburg und Berlin sicher. Am Dienstag ist ihm das auf einen Schlag gelungen - und das per Zufall.

Anlass der Durchsuchung auf einem Bauernhof bei Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) war eigentlich der Verdacht des illegalen Handels mit unverzollten Zigaretten. "Zudem besteht der Verdacht widerrechtlichen Betankens von Firmenfahrzeugen mit Heizöl", so Zoll-Sprecherin Claudia Bandelow. Im Keller des 60-jährigen Tatverdächtigen stießen die Ermittler dann allerdings hinter einer mit einem Vorhängeschloss gesicherten Tür auf das Drogenlager.

Für den Potsdamer Staatsanwalt Christoph Lange ist der Fund von "herausragender Größe". Er könne sich nicht erinnern, dass im Bereich der Staatsanwaltschaft Potsdam schon derartige Mengen gefunden worden seien. Jetzt werde dem in U-Haft sitzenden Tatverdächtigen die Gelegenheit gegeben, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

"Auch für uns kam dieser Fund völlig unerwartet", bestätigt Zoll-Sprecherin Claudia Bandelow. Wo die Drogen herkommen, ob der Landwirt nur den Lagerplatz zur Verfügung stellte oder selbst Teil eines bisher unbekannten Drogenrings ist - all das versuchen Polizei und Zoll nun unter Hochdruck zu ermitteln.

Länder Seite 4