Zwischen den Parteien herrsche ein „freier und gleichberechtigter Wettbewerb“, so Medwedew.

Bei der Wahl dürfen nur Kandidaten von sieben vom Kreml genehmigten Parteien antreten, die einflussreichsten Oppositionsgruppen wurden ausgeschlossen.

Die unabhängigen Wahlbeobachter der Nichtregierungsorganisation Golos dokumentierten mehr als 4500 Verstöße gegen Wahlgesetzgebung und Wahlverfahren, die meisten nach deren Angaben begangen von der Regierungspartei Einiges Russland.

Golos steht verstärkt unter Druck, seit der russische Ministerpräsident Wladimir Putin am Sonntag westlichen Regierungen vorgeworfen hat, durch die finanzielle Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen die Wahl beeinflussen zu wollen. Golos finanziert sich durch Zuwendungen aus Europa und den USA. Leitende Golos-Mitarbeiter wurden am Freitag wegen des Vorwurfs, gegen das Wahlrecht verstoßen zu haben, von einem Moskauer Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte am Vortag Ermittlungen gegen die Organisation aufgenommen und erklärt, es gebe Hinweise auf „den Missbrauch der Pressefreiheit durch die Fälschung von für die Öffentlichkeit wichtigen Daten“. Noch-Ministerpräsident Wladimir Putin hatte zuvor unabhängige Wahlbeobachter pauschal mit „Judas“ gleichgesetzt.