Der Anteil der Verfahren, die zu einem Ende eines Rechtsstreits führten, habe in dem Zeitraum im Schnitt bei 64 Prozent gelegen. Hintergrund ist demnach ein Pilotprojekt an sechs Gerichten, das vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 wissenschaftlich begleitet wurde. Die Untersuchung kommt den Angaben zufolge zu einem positiven Ergebnis. Beteiligt sind das Brandenburgische Oberlandesgericht, die Landgerichte Frankfurt (Oder), Neuruppin und Potsdam sowie die beiden Amtsgerichte Cottbus und Potsdam.

Mit einer gerichtlichen Mediation sollen Konflikte in Verfahren gefunden werden. Es ist ein freiwilliges und nicht öffentliches Verfahren alternativ zu einer Gerichtsentscheidung. Laut Studie empfanden die Beteiligten es als positiv, einen Streit rascher, unkomplizierter und umfassender beizulegen. Ob Mediationen auch weiterhin an Gerichten angeboten werden, ist den Angaben zufolge offen.