(. . .) Oft lesen wir in der Presse, wie Deutschland Katastrophenbetroffenen in aller Welt hilft. Dann muss es doch möglich sein, dass wir zur Erhaltung unserer Umwelt Mundschutz, Handschuhe und Abfallsäcke zur Verfügung stellen können. Vielen wird dieser Vorschlag zu unmodern sein! Aber was nützt es uns Menschlein, wenn wir nur einen Ambrosia-Atlas führen und im Internet-Ambrosia-Kataster vermerkt wird, wo mehrere Tausend Pflanzen von Ambrosia wachsen? Es gibt ja auch kein vom Pflanzenschutz zugelassenes Mittel gegen diese Problempflanze. Die vielen Grünen im Land verhalten sich zu dieser Gefahr übrigens viel zu ruhig! (. . .)

Massiver Import von Elektroenergie



Lothar Reich aus Heideblick schreibt zu „Stromimporte schnellen nach oben“ (RUNDSCHAU, 12. September): Es hat sich leider meine Vermutung bestätigt, dass Deutschland durch die Abschaltung von sieben Kernkraftwerken massiv Elektroenergie aus Atomkraft von Frankreich und Tschechien importieren muss. Unsere Nachbarländer freuen sich nun, das Geld zu verdienen. Deutschland fehlen schlagartig etwa 8800 Megawatt (MW).

Wenn man bedenkt, dass eine Windkraftanlage der älteren Generation nur zwei MW beziehungsweise fünf MW der neuesten Generation an elektrischer Leistung erzeugt, so kann man sich ausrechnen, was noch zusätzlich in der Landschaft „gespargelt“ werden muss, um diesen Verlust auszugleichen. Gar nicht auszudenken, dass in den kommenden Jahren noch neun Kernkraftwerke mit rund 12 700 MW wegfallen und durch Windkraftanlagen und Solarparks ersetzt werden sollen. Deutschland, du schönes „Spargelland“! Wie wäre es denn, wenn nur die „Schreihälse“ von SPD, Grüne und Linke, die den Atomausstieg hauptsächlich wollten, die „Zeche“ der höheren Stromkosten allein bezahlen, und nicht wir alle?

Herr Gysi von der Linken wollte doch tatsächlich sofort alle 17 deutschen Kernkraftwerke mit 21 500 MW vom Netz nehmen! Das wäre der Beginn der Deindustrialisierung Deutschlands! So könnte man natürlich auch eine „Revolution"“ durch die „Hintertür“ erreichen, denn Unzufriedenheit großer Massen schafft bekanntlich Konflikte.

Immer wenigerein Sozialstaat



Helga Knapp aus Klein Beuchow schreibt zu den Vorstellungen von Minister Schäuble zur Rente mit 69 (RUNDSCHAU, 15. September): Überlegungen zur Rente erst ab 69 – mal wieder. Kinder- und Altersarmut, Hartz IV, Ein-Euro- und Mini-Jobs, Leiharbeiter gehören mittlerweile zu unserem Leben. Ich habe den Eindruck, dass unser Land immer weniger ein Sozialstaat für die eigene Bevölkerung ist, dafür immer mehr für in Scharen einwandernde ausländische Staatsbürger. (. . .) Ich bin nicht ausländerfeindlich eingestellt. Aber solchen Menschen, die nur wegen der sozialen Absicherung in unser Land kommen, gehört nicht meine Sympathie. Der eigenen Bevölkerung wurden in den vergangenen Jahren immer größere soziale Abstriche zugemutet. Viele sind durch den Verlust der Arbeit unverschuldet in die soziale Abhängigkeit vom Staat geraten, haben jedoch zuvor jahrelang ihre Sozialbeiträge gezahlt. Deshalb finde ich das ungerecht.

Die Sehnsucht nach einem besseren Leben kann man verstehen, aber Deutschland kann nicht der Sozialstaat für Europa sein. Geld ist da für Hilfe beim Aufbau nach Zerstörung durch Kriege. Geld muss fließen für selbst verschuldete Fast-Staatspleiten. Ländern werden Kredite erlassen. Wir haben es ja!

Und bei allen Optionen zur Sicherung der Staatsfinanzen, die unseren Staatsbediensteten so durch den Kopf gehen, vermisse ich eine: Vermeidung der Verschwendung von Steuergeldern in Milliardenhöhe. Jedes Jahr wieder und wieder.

Dann bräuchte man keinen Gedanken daran verschwenden, das Renteneintrittsalter anzuheben.