Auf der Bahnstrecke Berlin-Rostock müssen sich Pendler und Urlaubsreisende noch monatelang auf erhebliche Behinderungen einstellen.

Wie die Deutsche Bahn AG am Mittwoch in Oranienburg mitteilte, bleiben auf der wichtigen Verkehrsachse große Streckenabschnitte weiter gesperrt. Grund seien unvorhergesehene Probleme bei den Bauarbeiten - die 196 Kilometer lange Strecke wird gerade umfassend saniert. So liegen im Gebiet um Oranienburg noch viele Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Für die Munitionssuche muss vom 16. Februar bis 3. März der Zugverkehr von Birkenwerder nach Oranienburg unterbrochen werden. Die vollgesperrten Abschnitte Nassenheide - Löwenberg und Fürstenberg - Neustrelitz können erst am 9. Juni wieder freigegeben werden.

Hier gibt es unter anderem wegen Anwohnerklagen und Bauarbeiten auf sumpfigem Moor Verzögerungen. Die seit Monaten eingesetzten Ersatzbusse brauchen mitunter eine Stunde länger als normalerweise die Züge.

Die Deutsche Bahn AG investiert insgesamt rund 850 Millionen Euro in den Ausbau der wichtigen Verkehrsachse von der Hauptstadt in den Ostseeraum. Ab dem Jahr 2014 sollen Fernverkehrszüge zwischen Berlin und Rostock nur noch zwei Stunden brauchen.

Wegen der Verzögerungen beim Ausbau steht die Bahn bei Tourismusverbänden und Landkreisen in der Kritik. Es drohen Behinderungen in der Ausflugssaison.

Informationen gibt es

unter www.bahn.de/aktuell und auf www.s-bahn-berlin.de