Nach altem DDR-Recht waren Pachtverträge für mit einem Wochenendhäuschen bebaute Grundstücke praktisch unkündbar. Dazu kam, dass das Eigentumsrecht an einem Bungalow getrennt vom Eigentum am Grundstück war. Man durfte also ein Haus auf fremden Grund besitzen. Mit westdeutschem Recht ist das nicht vereinbar, weswegen der Bundestag 1994 beschloss, die DDR-Regelung abzuschaffen.

Damit nun die Grundstückseigentümer nicht sofort sämtlichen Hausbesitzern den Pachtvertrag kündigen, wurde der besagte Kündigungsschutz ins Gesetz aufgenommen.

Im Parlament bezog die Trierer SPD-Bundestagsabgeordnete Katarina Barley deutlich Position gegen den Brandenburger Vorschlag. Im Jahr 25 nach der Wiedervereinigung müssten "parallel bestehende Rechtsordnungen langsam der Vergangenheit angehören". Der Uckermärker CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke verwies darauf, dass auch die Grundstückseigentümer auf die Gesetzesregelungen vertrauen können müssen: "Nutzer und Eigentümer konnten sich auf das Auslaufen der Frist einstellen und haben Dispositionen und Vorbereitungen getroffen."

Markov dagegen verteidigte das alte DDR-Recht. "Viele Datschennutzer haben im Vertrauen auf ihre besonders geschützte Rechtsposition die Grundstücke mit hohem finanziellen und persönlichen Einsatz mit einem Wochenendhaus bebaut und gepflegt", so Markov. Um einen sozialverträglichen Interessenausgleich zwischen den Nutzern und den Eigentümern der Grundstücke zu schaffen, müsse die Kündigungsfrist um weitere drei Jahre verlängert werden. Zudem sollte auch die Frage, wer die Kosten beim Abbruch einer Datsche zu tragen habe, neu geregelt werden, so der Minister.