Sozial ausgegrenzt. Wie ein Paria, ein Ausgestoßener, Aussätziger.

Das musste ja nicht sein, musste es ganz und gar nicht. Er musste einfach nur mitmachen.

Hoffentlich war es noch nicht zu spät, hoffentlich hatte er noch nicht den Anschluss verpasst.

Dann beschlichen ihn wieder die alten Zweifel. Durfte er seine Selbstachtung in den Staub werfen, weil er nun doch wie alle anderen sein wollte?

Selbstachtung, haha. Die meisten wussten doch gar nicht mehr, wie dieses Wort überhaupt geschrieben wurde.

War er sich da eigentlich noch sicher? Gehörte zur Selbstachtung nicht auch, dass man eben nicht abgehängt, sondern Teil der Communit- äh, Gemeinschaft war?

Eine gute Frage. Eine sehr gute Frage. Gemeinschaften entwickelten sich ja, also auch die Form der Kommunikation. Man sprach nun mal nicht mehr direkt miteinander, sondern wischte und tippte auf seinem Dingsfon rum, während man mit den anderen am Tisch saß. Und niemand fand etwas dabei, weil ja jeder am Tisch auf seinem Dingsfon rumwischte und -tippte, anstatt mit den anderen ein Tischgespräch der alten Art zu führen! Das machte man heutzutage eben so, wo war jetzt nun eigentlich das Problem?

Also besorgte er sich so ein Dingsfon.

Und er musste sagen, er fand sogar Gefallen daran! Was man mit dem Ding alles machen konnte, mein lieber Schwan! Und er war wieder dabei, wieder Teil der Community, hurra!

Nur . . . Manchmal war ihm das Ding doch etwas unheimlich.

Erst recht, als eines Tages langsam sein Finger in diesem Dingsfon verschwand, dann die Hand, dann der Arm . . .