"Bei Feldkontrollen konnten wir feststellen, dass mancher Maisbestand bis zu 40 Prozent geschädigt ist." Mit entsprechenden Ernteverlusten müsse gerechnet werden.
In Sachsen wurden in diesem Jahr nach Angaben des Landesbauernverbandes etwa 11 700 Hektar mit Körnermais bestellt, bei einer Gesamtackerfläche von 918 120 Hektarn. In etwa zwei bis drei Wochen könnten Ertragsausfälle bei Mais beziffert werden.
Der Maiszünsler könne momentan schwer bekämpft werden, sagte Kraatz, Referent für Pflanzenschutzinformation und Prognose. Die Landwirte kämen mit Bodengeräten nicht mehr durch die Ackerfrucht, um ein Insektizid zu sprühen. Die Raupen des Zünslers, der im Juni seine Eier ablegt, seien bereits geschlüpft und würden sich sofort in die Stängel einfressen. Diese knickten um und die Kolben könnten sich nicht richtig ausbilden. Auch die Frucht ist ein "gefundenes Fressen". (dpa/mb)