Sämtliche Skandale der Vergangenheit hätten nichts mit der Tierkennzeichnung zu tun gehabt, sagte BBB-Präsident Karsten Jennerjahn. BSE-Tests und Stallpflicht seien Ergebnisse von Panikmache. „Bauern werden gezwungen, unter Lebensgefahr in Bullengatter zu gehen, nur um bei einem Tier eine abgerissene Ohrmarke zu erneuern“ , kritisierte Jennerjahn. Der BBB verlangte ferner, die ausufernde Bürokratie bei Ausgleichszahlungen für die Landwirte einzudämmen und Patentrechte auf Lebewesen abzuschaffen. Züchtungserfolge würden niemanden zum dauerhaften Eigentum an allen daraus resultierenden Lebewesen berechtigen, erklärte der BBB. Der Verband als Interessenvertreter einzelbäuerlicher Familienbetriebe verurteilte die Anwendung der Grünen Gentechnik als überflüssig für die Produktion und als betriebswirtschaftlich gefährlich.
Beim Erfahrungsaustausch auf Bauernhöfen in den Spreewaldorten Werben, Guhrow, Raddusch und Babow standen Probleme und Ergebnisse der Mutterkuhhaltung und des ökologischen Pflanzenbaus im Mittelpunkt. (Eig. Ber./sw)