Die angestrebte Listenverbindung mit der PDS sei "ein klarer Verstoß" gegen die am vergangenen Freitag mit dem Cottbuser Kreisvorstand getroffene Vereinbarung, dass es keine "institutionelle Zusammenarbeit" mit der PDS geben dürfe und Vize-CDU-Kreischef sowie Bürgermeister Holger Kelch bei der Oberbürgermeister-Wahl als überparteilicher Einzelbewerber antrete. "Ich missbillige die lokal begrenzte Entscheidung, eine Listenverbindung mit anderen Parteien wie der PDS in Cottbus einzugehen", sagte Petke. Der Vorsitzende der Landes-CDU, Jörg Schönbohm, kommentierte den Wortbruch drastischer: "Eine Schweinerei!"
Der Cottbuser CDU-Kreisvorstand hatte Dienstagabend auf einer erweiterten Sitzung mit Ortsvorsitzenden die am Montag beschlossene Listenverbindung bestätigt. Zugleich verbaten sich Cottbuser CDU-Politiker in der Debatte die scharfe Kritik mehrerer Potsdamer Minister an dem Wahlbündnis. Die geplante Listenverbindung von CDU, PDS, FDP, Frauenliste und Unabhängigen muss heute auf der Mitgliederversammlung der CDU in Cottbus formal abgesegnet werden.
Rechtlich kann der Landesvorstand nicht gegen die Listenverbindung vorgehen. Wie Petke sagte, wird es keine Unterstützung der Landespartei für den Wahlkampf in Cottbus geben. Mit Spenden anderer Kreisverbände können die Cottbuser aber rechnen.