Das Gespräch mit den Gewerkschaften zu Einsparungen in der vergangenen Woche (die RUNDSCHAU berichtete) sei enttäuschend verlaufen, erklärte Lunacek in Potsdam. "Die Leichtigkeit, mit der Platzeck nach dem Gespräch das de facto Scheitern verkauft hat, war dem Ernst der Lage nicht angemessen."
Lunacek forderte, ohne Tabus und Vorbedingungen über eine sozialverträgliche Reduzierung des Weihnachtsgeldes und bei Sonderzuwendungen zu sprechen. Angesichts sicherer Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst könne Solidarität erwartet werden, sagte der CDU-Politiker in Richtung Gewerkschaften.
Alternative zu einer Reduzierung der Personalkosten seien Einsparungen bei den Investitionen. Dies führe aber zu Entlassungen im Handwerk und bei Dienstleistern. "Das wollen wir nicht", sagte Lunacek. Den geplanten neuen Gesprächstermin mit den Gewerkschaften bezeichnete er als zu spät, "die Messen sind dann gesungen, die Sparentscheidungen zum Großteil gefallen". Eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer bringe nicht viel, da der Verwaltungsaufwand sehr hoch sei. (dpa/ta)