(dpa/roe) Angesichts deutlich wachsender Fluggastzahlen haben Kommunalpolitiker einen Ausbau der Verkehrswege rund um den künftigen Hauptstadtflughafen BER gefordert, der im Herbst 2020 in Betrieb gehen soll. Dringend notwendig sei insbesondere ein Ausbau der Autobahn 113 und der Bau weiterer Anschlussstellen, sagte der Landrat von Dahme-Spreewald, Stephan Loge (SPD), am Montag im Flughafenausschuss des Brandenburger Landtages.

Auch der Regionalbahnverkehr nach Südbrandenburg müsse verstärkt werden. Dazu gehöre insbesondere der durchgehend zweigleisige Ausbau der Strecke zwischen Königs Wusterhausen und Cottbus, unterstrich Loge. Unterstützt wurden die Forderungen von der Landrätin von Teltow-Fläming, Kornelia Wehlan (Linke).

Zuvor hatte der Verkehrsexperte Bertram Teschner sein Gutachten zu erwarteten Verkehrsengpässen in der Flughafenregion im Ausschuss vorgestellt. Neben einer Steigerung der Fluggastzahlen auf 55 Millionen jährlich bis zum Jahr 2050 sei auch ein Anwachsen der Einwohnerzahl von derzeit 238 000 um 33 000 zu erwarten, sagte Teschner. Hinzu kämen mindestens 135 000 neue Arbeitsplätze in der Region. Daher müssten die Autobahnen A100, A113 und A10 sowie der Bahn- und Busverkehr so schnell wie möglich ausgebaut werden, um einen Verkehrskollaps zu vermeiden.