Ein Problem sei Feinstaub in den vor allem durch Autoverkehr belasteten Innenstädten, erklärte der Minister gestern anlässlich der Vorstellung des 5. Immissionsschutzberichts. Dieser bezieht sich auf Daten von 1997 bis 2000 und wird noch in dieser Woche dem Parlament zugeleitet.
Es seien noch große Anstrengungen notwendig, um den EU-Anforderungen an die Luftgüte bis 2005 zu genügen. Zum Schutz von Menschen und Umwelt müssten die Emissionen des Verkehrs weiter gesenkt werden. Bei den klassischen von der Industrie freigesetzten Schadstoffen Schwefeldioxid, Staub und Stickoxiden hat es laut Ministerium eine deutliche Verminderung gegeben. Die Schwefeldioxidemissionen der Industrie seien seit 1990 um 94 Prozent, die Staubemissionen um 99 Prozent gesunken. Es sei das westdeutsche Niveau erreicht.
Wichtig ist laut Birthler, dafür zu sorgen, dass der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid nicht wieder steige. Durch die Abschaltung und Sanierung ostdeutscher Kraftwerke sei im Vergleich zu 1990 eine Minderung von 30 Prozent erreicht worden.
Besondere Bedeutung für den Klimaschutz habe die weitere Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes. Dies werde nicht im Selbstlauf zu erreichen sein. Deshalb erlange die jüngste Richtlinie über den "Emissionshandel" in Europa hohen Stellenwert. Biomasse und Windenergie würden künftig unter den erneuerbaren Energien einen entscheidenden Anteil haben.
Erfreulich ist laut Ministerium auch, dass der Säuregehalt des Regens sowie die Ozon-Spitzenkonzentration deutlich geringer seien. Allerdings müsse dem Schadstoffeintrag in die Böden, Wälder und Gewässer erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden. (dpa/ta)