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| 10:27 Uhr

Lübbenauer in Thailand bestreitet Mord an Freundin

FOTO: Gerhard Seybert
Update | Phuket/Lübbenau. Ein unter Mordverdacht stehender ehemaliger Lübbenauer hat sich laut thailändischen Medien nun erstmals nach den Vorwürfen gegen ihn geäußert. Er soll seine Freundin auf Phuket ermordet und ihre Leiche im Wald versteckt haben. dpa/bob

"Natürlich liebe ich sie. Sie hat mir immer gesagt, dass ich stark sein soll." Mit diesen Worten zitieren die Phuket News den ehemaligen Lübbenauer Fitness-Trainer, der am Montag in Thailand verhaftet wurde. Bei der Festnahme durch Polizeikräfte hatte der 36-Jährige versucht, sich die Kehle durchzuschneiden. Er liegt seitdem im Krankenhaus und wurde am Dienstag erstmals vernommen.

Die Anklage sei ihm an seinem Krankenbett verlesen worden, berichten lokale Medien. Der Lübbenauer wird im Krankenhaus unter Polizeischutz behandelt. Der Zeitung Khao Phuket soll er im Krankenhaus ein Interview gegeben haben. Darin berichtet er von einer Geldsumme, die er seiner Freundin geliehen habe. Sie seien seit drei bis vier Monaten in einer losen Beziehung. Dann habe sie ihm plötzlich gestanden, nichts mehr von ihm wissen zu wollen und stattdessen zu ihrem israelischen Ex-Freund zurückkehren zu wollen. Zum Mordvorwurf schwieg der 36-Jährige.

Über seinen Anwalt ließ der ehemalige Lübbenauer die Vorwürfe allerdings zurückweisen.

Die 35-jährige thailändische Freundin des Mannes war zuvor tot aufgefunden worden. Sie war am 1. Juli als vermisst gemeldet worden. Nachdem die im Dschungel verscharrte Leiche gefunden worden war, begannen Polizisten, nach dem Deutschen zu fahnden. Die Todesursache der Frau ist unklar. Eine Obduktion steht noch aus.

Nachbarn zufolge war der 36-Jährige im vergangenen Monat nach vier Monaten Beziehung bei seiner Freundin eingezogen. Von der Polizei hieß es, das Paar habe häufig gestritten, weil der Deutsche sehr eifersüchtig gewesen sei. Nach RUNDSCHAU-Recherchen war der 36-Jährige Fitnesstrainer. Im Atlanta 2000, dem einzigen Fitness-Studio in Lübbenau, war er allerdings nie als Trainer beschäftigt gewesen, so ein Mitarbeiter. Dem Vernehmen nach habe er in seiner Lübbenauer Zeit nur in privaten Krafträumen Kunden trainiert, sei aber für den Beruf nicht ausgebildet worden. In Thailand könne im Prinzip jeder ohne Weiteres ein Studio eröffnen.