Während die Zahl der Arbeitslosen im Freistaat zwar sinke, reiche für immer mehr Beschäftigte der Lohn nicht mehr zum Leben aus, sagte der Landeschef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Hanjo Lucassen, der "Leipziger Volkszeitung". Inzwischen bezögen 90 900 Sachsen nach einer Statistik der Bundesanstalt für Arbeit (BA) trotz eines Jobs Arbeitslosengeld II (Alg II). Bei insgesamt rund 375 000 erwerbsfähigen Hilfebedürftigen seien das "alarmierende 24 Prozent", sagte Lucassen. Sachsen hat damit den bundesweit höchsten Anteil (Bundesdurchschnitt: 19,5 Prozent).
Besonders erschreckend sei, dass von den 90 900 Alg II-Empfängern 57 Prozent einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgingen, sagte Lucassen.
Unter den Großstädten in Sachsen führt Leipzig die Statistik an mit 15 459 Alg-II-Empfängern, die arbeiten gehen, vor Dresden (10 767) und Chemnitz (6927). (dpa/kr)