ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:42 Uhr

Lottogeld für Drebkaus Ambrosia-Kampf

An der Bätterform ist Ambrosia zu erkennen.
An der Bätterform ist Ambrosia zu erkennen. FOTO: M. Hein
Potsdam. Drebkau erhält für den Kampf gegen die gefährliche Ambrosia erneut Geld vom Land Brandenburg. Dieses stammt wie schon in vorherigen Fällen aus Lottomitteln. Stadt und Umland sind deutschlandweit eine der am stärksten von der Pflanze belasteten Regionen. dpa/bl

Drebkau und Umgebung zählen bundesweit zu den Gebieten mit den größten Vorkommen der Allergien auslösenden Am brosia-Pflanze. Das bestätigte am Dienstag in Potsdam der Chef des brandenburgischen Landesumweltamtes, Matthias Freude. "In den 1980er-Jahren sind Ambrosia-Samen vermutlich im Saatgut von Sonnenblumen auf die Felder rund um Drebkau gekommen", erklärte er zu der Ursache der ex tremen Belastung. Seitdem breite sich die Pflanze immer mehr aus.

Um dies zurückzudrängen oder zu begrenzen, erhält die Stadt am heutigen Mittwoch erneut finanzielle Unterstützung vom Land. Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) wird einen Scheck über 14 160 Euro übergeben. Das Geld stammt aus Lottomitteln des Landes, hieß es im Ministerium. In den vergangenen vier Jahren hatte Drebkau vom Land bereits rund 75 000 Euro zur Ambrosia-Bekämpfung erhalten.

Für die Beseitigung der Pflanze sind die Grundstückseigentümer verantwortlich. Da bei Ambrosia aber eine Gesundheitsgefährdung besteht, gibt es seit dem Jahr 2009 ein Aktionsprogramm des Landes. Ziel sind eine Kontrolle und Reduzierung der Pflanze.

Um die Ambrosia zu vernichten, werden Pflanzenschutzmittel gespritzt. Eine andere Methode ist der Anbau hoch wachsender Pflanzen wie der Silphie. Das bis zu zwei Meter hohe Gewächs nimmt der Ambrosia de facto das Licht, wodurch das Wachstum gebremst wird.

Die Pollen können allergische Reaktionen wie Heuschnupfen, Husten und Asthma auslösen. Eine Berührung kann auch zu Hautausschlag, Nesselsucht oder juckenden Quaddeln führen.