Gut möglich, dass das an ihrer Parteifreundin Ursula von der Leyen lag, die in Schröders Augen schon länger damit nervt, eine feste Geschlechterquote in Konzernvorständen einzuführen. Dagegen möchte sich Frau Schröder lieber nicht mit der Wirtschaft anlegen.

Gut möglich aber auch, dass die privaten Umstände ihren Tribut fordern. Denn was in jeder jungen Familie Alltag ist, hat jetzt auch die Familienministerin ereilt: „Mein Mann und ich müssen viel akribischer planen“, sagte sie im Hinblick auf ihre ganz persönliche Vereinbarkeit von Familie und Minister-Beruf. Töchterchen Lotte Marie ist gerade einmal 16 Wochen alt. Demnächst wird der Nachwuchs sogar im Kanzleramt sein. Weil sich Hausherrin Angela Merkel „immer sehr nett“ nach Lotte erkundigt, wolle sie ihr die Kleine auch mal vorstellen, so Schröder. Bleibt abzuwarten, wie die Kleine auf „Tante Angela“ reagiert.