Der Start verlief nicht ganz optimal. Bei der 0:2-Niederlage gegen den Storkower SC unterlagen die Gießmannsdorferinnen einer sehr spielstarken Mannschaft. Im zweiten Match gegen die SG Sieversdorf stand auf einmal eine "ganz andere" Mannschaft auf dem Platz. Die Ansprache von Trainer Mario Liepelt zeigte Wirkung. Die Mädels kämpften und spielten mit Herz und Leidenschaft. Sie schafften es aber nicht, ihre spielerische Überlegenheit mit einem Tor zu belohnen und so blieb es beim 0-0 Unentschieden. Im darauf folgenden Spiel gegen den KSC Neutrebbin gingen die SGG-Mädels erstmals in diesem Turnier durch ein Tor von Desiree Gollee in Führung. Obwohl Gießmannsdorf die Partie fest im Griff hatte, kassierte das Team kurz vor Ende durch einen unglücklichen Strafstoß den Ausgleich. Nach nur zwei Punkten aus drei Spielen stand die SGG unter Druck und wollte gegen den Gastgeber SpG Wandlitz/Basdorf endlich den ersten Sieg. Diesen wurde auch mit einem souveränen 3:0 erreicht. Die Tore erzielten Hannah Stolpe, Desiree Gollee und Mileen Wietasch.

Im weiteren Turnierverlauf zeichnete sich ab, dass die SGG im letzten Spiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam ein echtes Endspiel haben sollte. Um noch auf das Treppchen zu springen, musste ein Sieg her. Hoch motiviert gingen die SGG-Mädels ins Spiel und bestimmten die Anfangsphase. Dennoch gerieten sie in Rückstand. In der sehr körperbetonten Partie mit vielen Fouls erreichten die Potsdamer sehr früh die Grenze der maximalen Foulspiele. In den Futsal-Regeln bedeutet das, dass jedes weitere Foul mit einem Zehn-Meter-Strafstoß geahndet wird. Innerhalb kürzester Zeit wurden der SGG zwei dieser Strafstöße zugesprochen. Mileen Wietasch übernahm jeweils die Verantwortung und versenkte beide Strafstöße sicher. Sie drehte somit das Spielergebnis auf 2:1 für Gießmannsdorf. Aber es waren noch drei Minuten zu spielen und auch die Gießmannsdorferinnen erreichten die maximalen Foulspiele und mussten aufpassen, keine weiteren Fouls zu begehen. In den extrem spannenden Schlussminuten ging nicht nur der Herzschlag des Trainers höher, sondern auch bei den vielen mitgereisten Eltern und Familienangehörigen. Am Ende ertönte der Schlusspfiff und der Jubel über den gewonnen "Vizetitel" kannte keine Grenzen.

Neuer Hallenlandesmeister wurde der Storkower SC. Mit einer sehr guten spielerischen Leistung hat das Team sich den Sieg absolut verdient.

Gießmannsdorf: Sarah Zwiebler, Hannah Stolpe, Paula Sievers, Mileen Wietasch, Laila Feist, Jenny Zwiebler, Desiree Gollee, Nora Jahn, Lea Denschel, Marie Lorenz.