Um hier vordere Plätze zu belegen, muss schon alles stimmen und die Mannschaften möglichst in Bestbesetzungen antreten. Ist dies nicht der Fall, ist der Kampf gegen den Abstieg vorprogrammiert. Nach der Hinrunde trifft genau das auf die Hoyerswerdaer Altkreisvertretungen bei den Männern zu.

Mit Hoffnungen auf Plätze im ersten Drittel der Tabelle befinden sich die Männer von Turbine Lauta nun auf dem vorletzten Rang neun, einem Abstiegsplatz, wieder. Nach einem Erfolg am ersten Spieltag in Steinitz und in der vierten Begegnung auf den eigenen Bahnen gegen die Ligakontrahenten von Bautzen-West gab es zum Abschluss des Jahres die "Krönung" mit der Niederlage auf eigener Bahn gegen das bis dahin erfolglose Team von Einheit Kamenz mit 2474 zu 2504 Kegeln. Nur Martin Suhr (445) und Kevin Nagy (433) konnten ihre Leistungen bringen.

Leistungsklassenneuling KSV 66 Steinitz fand schwer in die Saison und punktete erstmals gegen die Kamenzer am sechsten Spieltag. Inzwischen scheinen die Steinitzer jedoch den roten Faden gefunden zu haben. Auf heimischer Bahn wurde erst Bulleritz mit 2557 zu 2525 Kegeln bezwungen und zuletzt nach ebenfalls geschlossener Mannschaftsleistung beim Tabellenfünften KSV Medingen der erste Auswärtssieg mit 2570 zu 2535 Zählern eingefahren. Teamchef René Katscher (441), Maik Wieder (436) und Peter Rericha (431) ragten dabei heraus. Die Steinitzer sind nun Tabellensiebter.

In diesem Jahr muss alles passen

"Natürlich sind wir bestrebt, die Meisterliga zu erhalten. Da muss aber neben dem Leistungsvermögen auch arbeitsmäßig bei einigen Akteuren alles klargehen, um die Bestbesetzungen aufbieten zu können", sind sich Lautas Trainer Andreas Brähmig und der Steinitzer René Katscher einig.

Der OKV-Ligareserve der Hoyerswerdaer Eisenbahner erging es bei den Senioren nicht anders. Auch hier stehen leistungsmäßige Besetzungsprobleme im Vordergrund, mit denen in die Saison gegangen werden musste. Zwei Erfolge auf heimischer Bahn stehen derzeit zu Buche - am vierten Spieltag gegen den KSV Pulsnitz II mit 1610 zu 1497 und am sechsten Spieltag gegen Gnaschwitz/Doberschau mit 1595 zu 1464 Kegeln. Michael Reißbach spielte dabei jeweils die Bestwerte mit 416 und 427 Zählern. Zum Schluss der Hinrunde setzte es aber eine deutliche Niederlage mit 1392 zu 1586 beim nun mit den Eisenbahnern punktgleich die Schlussränge in der Tabelle zierenden Kamenzern.

Bei den Frauen ist der Sportclub Hoyerswerda der einzige Vertreter aus dem Hoyerswerdaer Altkreis in der Kreismeisterliga.

SC-Frauen zurück in der Spur

Nach einigen Anfangsproblemen und drei Niederlagen in Folge erfolgte am vierten Spieltag nach spannender Begegnung gegen den TSV Weißenberg/Gröditz auf der Kegelbahn am Jahnstadion die Wende. Mit 1605 zu 1595 Zählern wurden die stark spielenden Gäste bezwungen. Unerwartet aber wichtig dann der Auswärtserfolg bei Bretnig-Hauswalde mit 1503 zu 1471 Zählern. Dem schloss sich noch der Doppelpunktgewinn mit überragenden 1699 zu 1580 Kegeln auf eigener Bahn gegen Großdubrau an. Hier zeigte die Mannschaft, unterstützt von der erstmals in der Saison spielenden Sarah Olbrich (Tagesbestleistung 448), was in ihr steckt, wenn sie in der Lage ist, ihr Leistungsvermögen abzurufen. Anett Adam mit 441, Katrin Lubner mit 408 und Monika Sachse mit 402 Kegeln sorgten für das mannschaftliche Superresultat der Sportclubberinnen.

Keine Zeit zum Ausruhen

Zum Schluss der ersten Halbserie musste bei Rodewitz Hochkirch noch eine 1525:1596-Niederlage hingenommen werden. "Das Spiel gegen Großdubrau sollte für uns der Maßstab sein", sagte Kegelchefin Heidi Kockot. "Der vierte Platz ist für uns kein Ruhekissen, da der Weg nach oben und nach unten recht kurz in der Tabelle ist", zog sie ihr Halbserienfazit.